DAFV

Zusammenschluß aus DAV und VDSF

Im Vereinsregister eingetragen am 29.05.2013

Der DAV wurde 1954 gegründet und nach der Vereinigung Deutschlands dann 1992 mit Sitz in Berlin beim Amtsgericht Charlottenburg in das Vereinsregister eingetragen. Der VDSF wurde 1946 gegründet und hat seinen Sitz in Offenbach. Nach der Verschmelzung beider Verbände wird der DAFV ca. 800.000 Anglerinnen und Angler in seinen Mitgliedsverbänden zählen.

 

Die organisierte deutsche Anglerschaft kann auf starke Wurzeln zurückblicken. Am 31. Mai 1900 wurde mit dem Deutschen Anglerbund die erste gesamtdeutsche Anglerorganisation gebildet. 1921 wurde der Arbeiter-Angler-Bund Deutschlands gegründet, so dass bis Anfang 1933 zwei deutsche Anglerorganisationen existierten. 1933 wurde der Arbeiter-Anglerbund Deutschlands auf Anordnung der NSDAP-Reichsleitung aufgelöst und der Reichsverband Deutscher Sportfischer als einheitlicher Dachverband ohne demokratische Legitimation gegründet. Nach Ende des zweiten Weltkriegs wurden in der Bundesrepublik Deutschland der VDSF und in der Deutschen Demokratischen Republik der DAV gegründet. Nach der Wiedervereinigung gingen beide Verbände zunächst eigene Wege.

 

Sport- und Anglervereine sind von den sich ständig ändernden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen betroffen und müssen sich entsprechend einstellen und anpassen. Die nun zusammengehenden Dachverbände auf Bundesebene, DAV und VDSF, haben eine Vielzahl an Organisations-, Verwaltungs- und Dienstleistungsaufgaben für ihre Mitgliedsverbände zu erledigen. In den vergangenen Jahren hatte sich die Zusammenarbeit beider Verbände unter dem Dach des Deutschen Fischerei-Verbandes e.V., in dem beide Verbände organisiert sind, immer weiterentwickelt. Dadurch wuchs in der Mitgliedschaft der Wunsch, eine Verschmelzung beider Verbände voranzutreiben. Aus je sechs Vertretern beider Verbände wurde eine 12er-Kommission gebildet, welche die in den Verbänden vorhandenen unterschiedlichen Auffassungen zu beraten und für beide Seiten akzeptierbare Lösungsvorschläge zu erarbeiten hatte. Die Ergebnisse wurden den Mitgliedern zur Diskussion übergeben. Zur Sicherung des Status als anerkannte Umwelt- und Naturschutzvereinigung, den der VDSF bereits langjährig inne hat, soll die Verschmelzung durch Aufnahme des DAV in den VDSF erfolgen. Im Zuge der Verschmelzung wird eine Änderung des Namens in Deutscher Angelfischerverband vorgenommen und der Hauptsitz in Berlin sein.

 

Um den Forderungen der Mitglieder gerecht zu werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben und um auf die gestiegenen Anforderungen zu reagieren sowie um der gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung zu tragen, werden der DAV und der VDSF künftig als DAFV ihre gemeinsamen Möglichkeiten bündeln. Dadurch soll das Leistungsangebot für die Mitglieder verbessert, sollen die laufenden Kosten verringert, und insbesondere soll die Interessenvertretung der deutschen Anglerschaft gegenüber der Politik und den Behörden in Deutschland und in der Europäischen Union verbessert und qualifiziert werden.

 

Der DAFV wird auf der Grundlage einer gemeinsam erarbeiteten Satzung ein neues Präsidium haben. VDSF und DAV machten Vorschläge für die personelle Zusammensetzung. Das neu gewählte kompetente und leistungsfähige Präsidium wird unter der Leitung der Präsidentin Dr. Christel Happach-Kasan arbeiten, die als FDP-Bundestagsabgeordnete auch für die nachhaltigen Fischerei- und Anglerinteressen eintritt. Selbstverständlich war auch sie bei der heutigen DAV-Hauptversammlung zugegen. Zur Seite stehen werden ihr die Vizepräsidenten Björn Bauersfeld, Kurt Klamet, Dr. Thomas Meinelt, Bernhard Pieper sowie die Referenten Dr. Rainer Berg (für Gewässerfragen), Friedrich Emonts (für Angeln/Fischen für Menschen mit Behinderung), Werner Landau (für Meeresfischen/-angeln), Steffen Quinger (für Süßwasserfischen/-angeln), Mario Raddatz (für Jugend), Dr. Jens Salva (für Natur-, Umwelt- und Tierschutz), Thomas Struppe (für Öffentlichkeitsarbeit) und Uwe Tempel (für Castingsport).

 

VDSF stimmt dem Verschmelzungsvertrag zu

Berlin – Die stimmberechtigten Mitglieder des Verbandes Deutscher Sportfischer e.V. (VDSF) haben in der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 15.02.2013 in Berlin den Verschmelzungsvertrag des VDSF mit dem Deutschen Anglerverband e.V. (DAV) in offener Abstimmung mit der erforderlichen Mehrheit zugestimmt.

Während in der geheimen Abstimmung am 17.11.2012 in Berlin noch die erforderliche Mehrheit verfehlt wurde, erhielt diesmal der Antrag auf geheime Abstimmung nicht die notwendige Mehrheit von 50 % der Stimmberechtigten (Geheime Abstimmung: 43 Ja-Stimmen, 176 Nein-Stimmen, 7 Enthaltungen). In offener Abstimmung waren diesmal von 226 möglichen Stimmen mindestens 170 Stimmen für eine 75 %ige Mehrheit erforderlich, 194 wurden für die Verschmelzung, 27 dagegen und 5 Enthaltungen angezeigt. Damit sind seitens des VDSF alle Voraussetzung für den Zusammenschluss in den Deutschen Angelfischerverband (DAFV) erfüllt.

Vor dieser Abstimmung wurde der Antrag des LSFV Niedersachsen auf Darstellung der finanziellen Situation der Verbände VDSF, DAV und die der VDSF-GmbH zum 31.12.2012 mehrheitlich abgelehnt. Nach Ansicht des Präsidiums und der Mehrheit der Delegierten wären die ausgelegten Unterlagen zur Darstellung der Vermögenslage ausreichend.

Die Delegierten des VDSF wählten vor der Entscheidung zum Verschmelzungsvertrag auch ein neues Präsidium für den neuen DAFV. Die Wahlen werden allerdings erst für die Zeit nach der Eintragung der Verschmelzung ins Vereinsregister wirksam. Das alte und das neue Präsidium werde bis zur endgültigen Verschmelzung nur noch gemeinsam tagen, kündigte Peter Mohnert, Präsident des VDSF, an.

Zur neuen Präsidentin wurde Dr. Christel Happach-Kasan, MdB, FDP, bei 27 Enthaltungen(LV Niedersachsen), gewählt. Nach ihrer Wahl kündigte sie an, dass bis zur Mitgliederversammlung des DAFV am 22. November 2013 in Saarbrücken sich die alten und neuen Präsidien zusammensetzen, Gemeinsamkeiten ausloten und an einer gemeinsamen Außendarstellung arbeiten müssten. Es solle ebenfalls ein gemeinsamer Haushaltsplan erstellt werden, der sich an den gemeinsamen Zielen orientieren müsse.

Als weitere Präsidiumsmitglieder im DAFV wurden gewählt:
Vizepräsidenten
Dr. Thomas Meinelt (DAV),
Bernhard Pieper (VDSF),
Björn Bauersfeld (DAV),
Kurt Klamet (VDSF).

Referenten
Natur-, Umwelt und Tierschutz, Dr. Jens Salva (VDSF),
Gewässerfragen, Dr. Rainer Berg (VDSF),
Süßwasserfischen/Angeln, Steffen Quinger (DAV),
Meeresfischen/Angeln, Werner Landau (VDSF),
Öffentlichkeitsarbeit, Thomas Struppe (VDSF),
Castingsport, Uwe Tempel (DAV),
Fischen für Menschen mit Behinderung, Friedrich Emonts (DAV),
Jugendangelegenheiten, Mario Raddatz (VDSF) wurde bestätigt.

Das Präsidium des LSFV Niedersachsen gratuliert allen neuen Präsidiumsmitgliedern im DAFV und wünscht ihnen eine erfolgreiche Amtsführung.

Werner Klasing
Präsident

 

 

Vizepräsident: Bernhard Pieper

Geboren am 08.10.1941
Verheiratet
Fünf Kinder
Beruf: Landwirt

Ausführende Ämter:
1. Vorsitzender bei:
- SFV Papenburg e.V.
- Fischereigenossenschaft Ems I (Meppen)
- Jagdgenossenschaft Bokel

Mitglied im Umwelt- und Verwaltungsrat der Nds. Bingostiftung für Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit, Hannover

Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des Deutschen Fischerei-Verbandes, Hamburg